Frankfurt am Main ist eine der größten Städte in Deutschland und eine wichtige Messe- und Bankenstadt mit einem großen Flughafen. Schon im frühen Mittelalter war sie eine bedeutende Stadt, in der sogar die Könige und Kaiser gekrönt wurden. In ihr leben heute über 750.000 Menschen.

Einige berühmte Persönlichkeiten wurden in Frankfurt geboren. Zu den bekanntesten zählt sicher der Dichter Johann Wolfgang von Goethe (* 28.08.1749, † 22.03.1832 in Weimar).

Eschenheimer Turm

Der Eschenheimer Turm war im Mittelalter eines der Stadttore und Teil der Stadtmauer von Frankfurt. Der 47m hohe Turm ist heute das älteste Gebäude und eines der Wahrzeichen der Stadt. Auf der Spitze des Turms kann man eine eiserne Wetterfahne erkennen, die neun Löcher in Form einer 9 hat. Der Neuner in der Wetterfahne ist eine bekannte Frankfurter Sage.

Hier beginnen die drei Freund von der Spürhasen-Bande ihre Suche nach Bartholomäus Freundin Gwendolin.

Der Neuner in der Wetterfahne

Hauptwache

Die von 1729-1730 erbaute Hauptwache war früher der Sitz der Stadtwehr und beherbergte auch ein Gefängnis. Heute befindet sich in dem barocken Gebäude ein Café. Hier beginnt auch die Zeil, die größte Einkaufsstraße Deutschlands. Außerdem befindet sich unter der Hauptwache auch die gleichnamige große S- und U-Bahn-Station.

Der Römer

Statuen am Römer

Römerberg (Ostzeile)

Römer

Der Römer ist seit dem Jahr 1405 das Rathaus der Stadt Frankfurt und gehört somit zu den ältesten und vielleicht auch schönsten Verwaltungsgebäuden von ganz Deutschland. Hier fanden im Kaisersaal unter anderem die Feierlichkeiten anlässlich von Krönungen statt.

Der Balkon des Römers ist bei Fußballern sehr beliebt: Nach erfolgreichen Turnieren (WM/EM) feiert hier die Fußballnationalmannschaft der Herren und der Damen mit ihren Fans. Aber auch die einheimischen Vereine Eintracht Frankfurt, FSV Frankfurt und FFC Frankfurt feiern hier stets ihre Erfolge.

Oberhalb des Balkons sieht man vier Statuen von Kaisern, zusehen sind:

  1. Friedrich I. (Barbarossa)
  2. Ludwig IV. (Ludwig der Bayer)
  3. Karl IV.
  4. Maximilian II.

An der linken äußeren Ecke des Römers findet man eine weitere Statue: Die Francofurtia (5) soll die weibliche Verkörperung der Stadt Frankfurt am Main darstellen.

Kaiserdom St. Bartholomäus

Die gotische Kathedrale St. Bartholomäus ist die größte Kirche Frankfurts. Hier fanden bereits seit dem Jahr 1356 gemäß der Goldenen Bulle Karls IV. die Königswahlen statt.  Zwischen 1562 und 1792 wurden hier außerdem zehn Monarchen zum Kaiser gekrönt. Wenn man es übrigens ganz genau nimmt, ist der Dom eigentlich gar kein Dom, weil er nie als Bischofssitz diente.

Der Hühnermarkt mit dem Stoltze-Brunnen

Neue Frankfurter Altstadt

Zwischen Dom und Römer wurden von 2012 bis 2018 insgesamt 35 Häuser rekonstruiert. Herausgekommen ist eine wunderschön anzusehende Altstadt die erahnen lässt, wie es hier einst aussah.

Nach dem Krieg lagen weite Teile von Frankfurt in Schutt und Asche, so auch der Bereich des Dom-Römer-Viertels. Vor dem Bau der Neuen Altstadt stand auf dem Areal übrigens das Technische Rathaus der Stadt, ein Betonbau der hässlicher nicht sein konnte.

Umso schöner, dass nun hier wieder ein Teil von Frankfurts Geschichte zum Leben erweckt wurde. In dem gesamten Bereich findet man 60 sogenannte Spolien, das sind original Teile von Bauwerken die im Krieg zerstört wurden. Diese hatte man an verschiedenen Orten gelagert und nun wieder in die Neubauten integriert.

Damals wie heute ist der Hühnermarkt mit dem Stoltze-Brunnen der Mittelpunkt des Viertels. Hier findet man unter anderem auch das Haus „Zum Esslinger“ das einst Goethes Tante Melber gehörte.

Besonders schön und beeindruckend ist das „Haus zur Goldenen Waage“ das direkt vor dem Hauptportal des Doms steht. Diese Fachwerkhaus, das 1618/19 erbaut wurde, war früher nicht nur für seine prächtige Renaissancefassade bekannt, sondern auch für seinen Belvederchen. Belvederchen, so nennt man in Frankfurt Dachterrassen, und davon gab es in der Altstadt wohl einige..

„Haus zur Goldenen Waage“

„Haus zur Goldenen Waage“

Brickegickel

Der Brickegickel, oder für Nicht-Frankfurter der Brückengockel oder -hahn, ist das Wahrzeichen der Alten Brücke in Frankfurt am Main. Er markiert hier schon seit dem Jahr 1401 die tiefste Stelle des Fahrwassers. Außerdem diente der auf der Spitze eines Kruzifixes montierte Hahn als Richtplatz. Um den Brickegickel rankt sich eine der bekanntesten Sagen von Frankfurt.

Auf dem Bild links sieht man übrigens den Brickegickel und dahinter die EZB (Die Europäische Zentralbank).

Paulskirche

1833 wurde die Paulskirche als evangelisch-lutherische Hauptkirche geweiht. Als man im Jahr 1848 einen Versammlungsort für das erste gesamtdeutsche Parlament suchte fiel die Wahl auf die Paulskirche, schließlich war sie der größte und modernste Saal Frankfurts.Später wurde hier die Verfassung des deutschen Reiches verkündet.

1944 wurde das Gebäude durch Fliegerbomben komplett zerstört. Nach dem Wiederaufbau und der Einweihung 18. Mai 1948 anlässlich der Hundertjahrfeier der Deutschen Nationalversammlung dient sie ausschließlich als Gedenkstätte an den Beginn der Demokratie in Deutschland.

Börse

Die Geschichte der Frankfurter Wertpapierbörse geht bis ins Mittelalter zurück. Bereits im Jahr 1585 fanden sich Messekaufleute – Frankfurt war schon damals eine bedeutende Messe-Stadt – zusammen um einheitliche Wechselkurse festzulegen  Dies war nötig, da es unzählige unterschiedliche Münzen gab und man so ein geregeltes System einführen konnte.

Vor dem Gebäude, auf dem Börsenplatz, steht eine bekannte Bronzeskulptur. „Bulle und Bär“ sollen die steigenden und fallende Kurse symbolisieren.

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Text: Karsten Schäfer unter Verwendung der folgenden Quellen: frankfurt.de, wikipedia.org, boerse-frankfurt.de, bundestag.de
Fotos: privat